139. Tag: Chinesische Mauer und Sommerpalast

Nun war es wirklich soweit und endlich fuhren wir zur chinesischen Mauer. Wir freuten uns voi drauf!!! 🙂 Wir hätten bald verschlafen, weil Joe einfach den Wecker ausstellte, anstatt zu schlummern. 🙂
Dennoch pünktlich um halb 8 standen wir und das gebuchte Auto mit persönlichen Chauffeur vor dem Eingang.
Wir vereinbarten mit Bernhard, dass wir ihn um ca. 8 Uhr bei seinem Hotel abholen, ein witziger Zufall, er hatte auch verschlafen. Seine Rezeption hatte ihn nicht geweckt und so war er zur vereinbarten Zeit nicht am ausgemachten Platz! Zuerst dachten wir, dass hoffentlich nichts passiert sei… Aber dann weckten wir ihn im Zimmer und alles war in Ordnung! 🙂 Es war aber nicht weiter schlimm, weil der Chauffeur stand uns den ganzen Tag zur Verfügung. 🙂
Um halb 9 waren dann alle mehr oder weniger a bissl verschlafen im Auto und die Reise zur chinesischen Mauer konnte los gehen.
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Der Weg dorthin war auch interessant, man bemerkte, dass man das Zentrum verlässt (man glaubt echt nid, wia westlich a paar Straßen in Peking senn, aber außerhalb va Peking siehsch erst wia die Leit leben! Wüd!) und das auf dem Land noch andere Zustände überwiegen. Dennoch waren immer wieder schöne Bauten, Statuen oder Gebilde zu sehen.
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Die Hügel wurde auch immer größer und man sah dann schon richtige Berge bzw. Gebirgsketten.
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Wir legten eine Strecke von ca. 140km am Vormittag zurück und waren um Punkt 10 Uhr Mutianyu. Das ist ein Teil der chinesischen Mauer, der nicht so von Touristen überlaufen und etwas weiter von Peking entfernt ist!
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Zur chinesischen Mauer gings mit einem 2er Sessellift hinauf, der uns stark an den alten 1er Sessellift in Reith erinnert, er war auch schon in die Jahre gekommen und etwas langsam.
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Das Panorama war wirklich atemberaubend schön. Wir hatten auch wirklich mega Glück, dass uns das Wetter so toll mitgespielt hat. Es war keine einzige Wolke am Himmel und die Temperaturen waren angenehm. (wenn ma sich bewegt hat 🙂 )
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Das Kälteste vom Tag war e die Liftfahrt im Schatten hinauf zur chinesischen Mauer.
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Unter dem Lift verlief eine Art Sommerrodlbahn, wir wussten nicht wer im Winter damit fährt, aber dazu später mehr.
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Nach der Liftfahrt waren wir 3 kleine Eiszapfen, aber auf der Mauer war es dann sehr angenehm und mit a bissl Bewegung kam alles gleich wieder in Schwung.
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De umliegenden Bergketten haben echt geil ausgschaut. Fast a bissl wie daheim – war ins vorkommen.
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Dann is der Marsch auf der chinesischen Mauer los gangen…
Und sie is unglaublich!! Ein Bauwerk… so was Faszinierendes habn ma selten gsehn!P1088373
Wia de de damals gebaut haben, die Steine auf die Berge zu bringen, de unendliche Länge und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen! Echt unglaublich! Weil des Teil habn sie nid mit Bagger und Kran gebaut. 🙂 Echt wax…. Anscheinend habens mit die ersten Teile, nid so schea und so huach, wia die jetzige Mauer, um 700 v. Chr. Geburt gebaut! Des glabsch echt nid ! Und gesamt war sie halb so lang wia da Äquator (ca. 20000km)! Wer baut denn sowas? Des Stück bei dem mia da gwesn senn is durchgehend ca. 600km lang! Wax!P1088382
Echt so unglaublich lang! 🙂 Früher bin i nu bei Double Dragon III über die Mauer glaufen oder bei die Simpsons (NES) mitn Skateboard auf da Mauer ummagfahrn, heite steh ma selba obn! 🙂 Sehr geil!
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Da in da Mittn sieht ma an Bernhard, der hat uns nebenbei a a bissl an Ernst erinnert… Ähnlicher Stil beim Kappn aufsetzen und er hat die Chinesen, die uns abzocken wollte a bissl aufn Arm gnommen! 😉 Er hat z.B. zu einem Pärchen des uns angsprochen hat (so a Teehausmafiapärchen), hat er dann zuerst ganz nett getan und hat dann gsagt, er liebt Tee und wir gehen jetz einen Tee trinkn! 😉 HIHI… Klingt jetz nid so lustig, war aber sehr, sehr lustig! 🙂
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Unten sieht ma die Mauer aufn Bergkamm oben! Wia de da baut worden is, is echt unglaublich, in dem Gelände und bei dem Gefälle. Da Wahn!
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Man sieht auf alle Bergspitzen immer wieder Türme, die dazu gedient haben, falls jemand angreift, per Feuer ein Signal weiter zu schicken.
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Aja, und anscheinend soit ma ja die Mauer vom Weltraum aus sehen… Sie is zwar unglaublich wax, aber i glab’s ersch, wenn i’s selba seh! 😉 hihi… 
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Also besser wärs nicht gangen, wir waren echt ziemlich allein unterwegs, nix überfüllt und ma hat a Ruhe auf der Mauer! Herrlich!
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Da gehn da Bernhard und da Joe grad zu einem Turm, das ein wichtiges Waffenlager war! 🙂
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Der Spaziergang ging mal bergauf und dann wieder bergab und die Mauer schlängelte durch das Gelände.
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Hier war noch eine Stiege im Originalzustand zu sehen. Die schaute dann schon ein wenig anders aus…
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Lustig haben mas a kab, mia warn ca. 3 Stunden auf der großen Mauer unterwegs.
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Auf da Mauer haben wir dann noch ein deutsches Ehepaar getroffen, das gerade ihre Tochter Liesa in Peking besuchte. Wir quatschen einige Zeit mit Ihnen und warnten sie gleich vor der Teehausmafia und den ganzen Abzocken in Peking.
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Es is sensationell wenn ma sich vorstellt, was da früher abgangen is.
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Da Bernhard hot dann bei da andern Bergstation gewartet und da Joe und i senn nu weiter spaziert und wollten nu voi weit gehen.
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Da hat man dann schon gsehn, dass der Zustand der Mauer bissl schlechter werd, dass nimma ois restauriert worden is.
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Bergab gings dann recht flott mit der Sommerrodlbahn, bissl Risiko braucht ma ja ab und zu. Aber mia habens überlebt. 🙂

Unser Chauffeur wartete brav bei der Talstation des Sessellifts auf uns, Mittagessen nahmen wir auf der Strecke ein und dann gings weiter zum negsten Stopp: dem Sommerpalast.

SOMMERPALAST:
Nach einer guten Stunde Fahrt hat der Fahrer uns beim Sommerpalast abgeliefert.
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Puhhh.. da war es richtig frisch und kalt, im Schatten hatte es mit Wind gefühlte –10 Grad. 🙂 Aber wir wollten den Palast unbedingt sehen, deshalb haben wir uns auf den Weg durch den Sommerpalast gemacht.
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Ca. 75% von der Gesamtfläche des Sommerpalast besteht aus Wasser, in da Mitte is a echt großer See, der war ois vereist, hot genial ausgschaut.
Sonst fahren da viele Boote, momentan laft da nix.
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I glaub zu de Bilder muss ma e gar nit vü dazu schreiben…
Außa das es echt a Wahn is, was ma da für den Kaiser gebaut hat, so maßlos und groß, de hat der ja gar nie ausnützen können. Des war nur die Sommerresidenz und i glaub der hat nit so vü Zeit kab, dass der da stundenland am See gechillt hat.
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Also unglaublich welche großen und pompösen Gebäude die Chinesen da gebaut haben, es ist echt übertrieben, aber wenns da Kaiser wollte, dann hots so sein müssen.
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Der Korridor war ewig lang, einige Meter, er diente dazu, falls es regnet und der Kaiser wollte spazieren gehen, dass er nicht nass wird. Echt irre…
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Aber as waxe is, die unglaublich vielen Details die dieser Korridor hatte, jeder Bogen hatte mehrere Malereien und war wunderschön.
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Also tolle Sonnenuntergänge hatten die bestimmt in diesem Sommerpalast.
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Um ca. 5 Uhr verließen wir dann echt durchgefroren den Sommerpalast und freuten uns nur mehr noch auf eine warme Dusche. Wir lieferten Bernhard bei seinem Hotel ab, verabschiedeten uns noch und fetzten ins Hotel.

War echt a Wahn der Tag! Und ein sehr, sehr cooles Weltwunder!